Aus Anlaß des Erscheinens meines neuen Buches „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ (2025) überlasse ich mein vorletztes Buch „Pan-Agnostik. Erscheinungsformen der Metaphysik und deren Wertlosigkeit für die Existenz“ (2023) zum kostenlosen Download und stelle es auch als Hörbuch zur Verfügung. [1] Das physische Buch kann weiter hier[2] gekauft werden.
Wer die zwei Jahre bis zum Erscheinen meines dann nächsten Buches (2027) und den freien Download des dann zwei Jahre zurückliegenden „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ (2025) nicht abwarten möchte, kann „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ schon heute als physisches Buch oder als PDF hier bestellen. [3] Das Inhaltsverzeichnis dieses Buches können Sie hier[4] sehen.
1.
Facebook-Freund Markus Sadiq Krüger hat am 30. Mai 2025[1] an einen Facebook-Beitrag von Eric Ebens vom 29. Mai 2021[2] erinnert, in dem es heißt: „Die Gefahr der Intellektualisierung ist heute noch größer geworden [als?], denn die vorherrschende Entfremdung des Menschen von seinen affektiven Erfahrungen führt dazu, dass er sich und die übrige Welt fast nur noch rein intellektuell begreift. Die Menschen neigen dazu, über ihre Gefühle nachzudenken, anstatt zu fühlen. #Erich_Fromm“
Was wäre schlecht daran, „sich nur noch rein intellektuell zu begreifen“? – Es ist fraglich, ob ein Sinn des Lebens aus dem Intellekt erwachsen kann und ob der Intellekt uns halbwegs zufrieden und ausgeglichen stimmen kann, weil uns nur Gefühle unsere Bedürfnisse und Interessen signalisieren.
Wenn Gefühle für den Sinn des Lebens Bedingung sind, dann reicht es in der Tat nicht aus, über sie nachzudenken oder über sie zu sprechen. Es besteht ein sehr großer Unterschied zwischen 1.) über Gefühle zu reden und 2.) Gefühle zu haben. Es zeichnet den Zivilisierten aus, daß er diesen Unterschied nicht macht bzw. nicht einmal kennt. Das hängt unmittelbar damit zusammen, daß er seine Interessen nicht – im doppelten Sinne des Wortes – wahrnehmen kann: Er hat eigentlich keine mehr.
Eine Neue Aufklärung – eine, die im Affektiven operiert – ist notwendig, damit wir unsere Interessen spüren, erkennen und wahrnehmen können.
Wir sollten uns weder selbst verarschen noch verarschen lassen.
Siehe dazu in „Pan-Agnostik“ die Zwölfte Abteilung: das diesseitige Leben, die Kapitel 96. Der Sinn des Lebens, 96.1. Sinn im „Physischen“, 96.2. Sinnlosigkeit durch die Unsinnlichkeit höherer Ideen, „Sinnstiftung“ durch den Urknall, 96.4. Verbindung von Mann und Frau – tiefster Sinn, 96.5. Der Sinn als Grund der Gemeinschaft und 101. Die Große Verarschung (Die Zwölfte Abteilung von „Pan-Agnostik“ als Hörbuch: https://youtu.be/1nPqK0dUndc/ . Die jeweiligen Kapitel sind in der Youtube-Videobeschreibung oder hier https://tiefenwahrheit.de/pan-agnostik/ direkt anklickbar.)
Apropos „Gefühle haben anstatt nur über welche zu reden“: Der Urschmerz bei der Realisierung der Großen Verarschung[3] und andere Gefühle unter dem „Nullpunkt“ (Walter Paul Graf): https://www.youtube.com/watch?v=AzGtzz5UaWo&list=PLvnPNlSwjOOkvXe0WSTmvOxZ7jptIlkm7&index=8&t=2s/ )

2.
Es bleibt aber das Geheimnis von Markus Sadiq Krüger und Eric Ebens, wieso sie ausgerechnet in Erich Fromm einen Gewährsmann für die Bedeutung von Gefühlen bei der Wahrnehmung von Interessen sehen. Fromm war ein Wilhelm-Reich-Plagiator und -Imitator, der von Gefühlen keine Ahnung hatte und ganz in der durchgeistigten Welt des Judentums zu Hause war. Bei Reich, Fritz Perls und vor allem später bei Arthur Janov verhielt es sich anders. Diese – auch Juden – ermutigten ihre Patienten nicht nur zu Gefühlen – es war ihnen auch egal, ob die Gefühle dann politisch korrekt waren. Was zählte, war, daß die Gefühle der Unterbau einer Identität waren.
Es gab keine Nichtjuden, die das so konsequent und radikal angingen – außer einem, der das sogar ein Jahrhundert vor ihnen und noch radikaler tat: Max Stirner – mit dem „schönsten, jedenfalls deutschesten Buchtitel der ganzen deutschen Literatur […], das Buch eines deutschen Handwerksburschen, […] der mir eine wahre Erquickung zu sein schien: Max STIRNER.“ (Carl Schmitt[4])
Erich Fromm dagegen zählt nicht nur nicht zu diesen Identitätsbefürwortern, sondern war als Mitglied der Frankfurter Schule einer derjenigen, die unsere Bedürfnisse und Interessen erfolgreich vernebelt und unsere Identität zerstört haben. Unsere Interessen – die Manifestationen unseres kollektiven „Eigners“ (Max Stirner) – sind von Fromm als „Gruppennarzissmus“ und „Egoismus“ denunziert und bekämpft worden.
Das Mitglied von Chabad-Lubawitsch Erich Fromm war überzeugt, daß die Gojim eine Religion brauchen: „Die letztendliche Überwindung des Narzissmus sieht Fromm folgerichtig in der Aufhebung desselben in einer humanistischen Religion mittels einer ‚übernationalen Organisation wie den Vereinten Nationen‘.“ (Ronald Hinner[5])
Entgegen einer sich zäh haltenden Fehlinformation war Wilhelm Reich nie Mitarbeiter der Frankfurter Schule – Fritz Perls auch nicht und Janov sowieso schon vom Alter her nicht. Die Aufklärer Reich und Janov waren aufgeklärte, also keine Juden mehr – wie später Gilad Atzmon.
Die Frankfurter waren Vertreter der Gegenaufklärung, tief in Judaismus und Talmudismus verwurzelt und versumpft, wie ich es in „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ zeige (Kapitel 7.2.1.16.4.3.1. Exkurs: Frankfurter Schule, jüdischer Messianismus und das deutsche Über-Wir). Die Deutschen durften nicht, aber Fromm und sein Volk sollten dagegen sehr wohl einen kollektiven Eigner haben. Die Gojim sollen eine interesselose Menschenmasse bilden, die von den Juden Fromms „humanistische Religion“, sprich: die noachidischen Gesetze als Primi-Universal-Religion verpaßt bekommen.
Um an ihr Ziel zu kommen, verstellten sich Fromm & Co. geschickt, schleimten sich bei uns ein und taten so, als setzten sie sich für unsere Individual-Eigner ein. Doch das war nie ihre wirkliche Absicht, denn wo der Individual-Eigner wächst, da wächst auch der Kollektiv-Eigner. – Es war nur ihre Masche, uns umzuerziehen. Leider gingen und gehen bis heute noch ihnen (siehe Markus Sadiq Krüger und Eric Ebens) viele auf den Leim.
Was bei Wilhelm Reich noch emanzipativ war, das wurde bei den Frankfurtern restriktiv und oppressiv – ein perfides Mittel unserer endgültigen Auslöschung als Individuen und als Kollektiv: „Der Schlüssel zur deutschen Frage, meint [der Neu-Jorker Psychiater Prof. Richard M.] Brickner, liege nicht im Büro der politischen Experten, sondern im Sprechzimmer des Arztes. […] Der geeignetste Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung sei der Tag nach dem Zusammenbruch, da dann die deutsche Seele am empfänglichsten sei.“[6]
1945 wurde uns ein Über-Wir verpaßt. Das gilt es zu unterwinden.
Ich zitiere weiter aus „Stirner und Tiefenwahrheit“, Kapitel 7.2.1.16.4.3.1.: „Perfide war diese enteignende, ethnozidierende […] ‚Umerziehung‘ insofern, als den Deutschen, gestützt auf Horrorpropaganda und Beschuldigung, jetzt ‚persönlich‘ ein fremder Eigner eingeredet wurde, und zwar ausgerechnet im Namen der ‚Selbstregulierung‘: Erkennt eure wirklichen Interessen – nämlich unsere.“
Sie haben unsere Hirne und Herzen gekapert und gehackt.
Daran haben sich Reich und Janov nicht beteiligt. Von einem stirneristischen Standpunkt aus gibt es dennoch sehr viel an Janov und vor allem an Reich zu kritisieren. Das mache ich theoretisch im Buch „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ (Teil 1 des Buches: Reflektion) und praktisch in der Tiefenwahrheit (Teil 2 des Buches: Aktion). Dabei wende ich die Radikalität Stirners sowohl im Kognitiven (Intellektuellen) als auch im Affektiven an und gehe auf diesem Weg weiter voran.
Laßt uns individuell und kollektiv Eigner sein!
(Geschrieben am 23. Juni 2025.)
Mehr Werbetexte für „Pan-Agnostik“ und „Max Stirner und Tiefenwahrheit“ hier.
[1] https://www.facebook.com/hamza.germany.581/posts/pfbid0j7Ja6Y6JCBAa4F39RXMdiNUEAra2jxkQw4STweiWNWJTsiiBjSPXfnyGUTtXNfABl
[2] https://www.facebook.com/eric.survivall/posts/pfbid02CiDQdSkZAEtFCMEsTV6DswPWNBFTyUgjxSLz2ATJfiBw4NQZYjVJpAEjfrTW9Ur4l
[3] https://www.youtube.com/watch?v=AzGtzz5UaWo&list=PLvnPNlSwjOOkvXe0WSTmvOxZ7jptIlkm7&index=8&t=2s)
[4] Carl Schmitt: Glossarium, 14.2.1948, zit. in: Bernd A. Laska: „Katechon“ und „Anarch“. Carl Schmitts und Ernst Jüngers Reaktionen auf Max Stirner, Nürnberg 1997
[5] Erich Fromm: Die Seele des Menschen, S. 99, zit. in: Ronald Hinner: Max Stirners Religionskritik. Zur Reanimation der Aufklärung, 2012, https://www.academia.edu/1503270/Max_Stirners_Religionskritik_Zur_Reanimation_der_Aufkl%C3%A4rung
[6] Studies in Prejudice, in: The Institute of General Semantics (IGS): ETC: A Review of General Semantics, 1949–1954: https://ia601506.us.archive.org/28/items/THEAUTHORITARIANPERSONALITY.Adorno/THE%20AUTHORITARIAN%20PERSONALITY.%20-Adorno.pdf, Studies in Prejudice (Studies in Prejudice Series). Edited by M. Horkheimer and S.H. Flowerman, New York 1949, sponsored by the American Jewish Committee, zit. in: Töpfer, Stirner und Tiefenwahrheit, 2025, S. 414

