Zusammenfassung der Liegung vom 2017_10_11


2017_10_11 KI Nach Besuch der Freunde – Nicht-Wissen vs Wissen-wollen – einsichtsvolles langes Erörtern trotz überwältigender Angst und verinnerlichter böser Stimme – Zusammenhänge Angst Nicht-Wissen Entfremdung Traurigkeit nicht mehr nur Bauch – Rebellion Wut – Freunde als freundliche Fremdsteuerung wissen mehr als ich helfen geben mir Wissen

Ganzer Text

Grund:
Nicht-Dasein, Nicht-Wissen – das mit Gefühlen vertreiben. Letzte Sitzung erfolgreich, aber hielt nicht lange an, inzwischen wieder Rückfall in Nicht-Dasein

Erörterung, Erkenntnis von Zusammenhängen, Verstehen:
Es gibt Gefühle, die Sitzung ist nicht explizit als reines Gespräch zur Orientierung angelegt, aber: lange sachliche Erörterung des Grundproblems Angst und deren Zusammenhang mit Nicht-Wissen und Entfremdung

Zusammenhang von Entfremdung, Traurigkeit

und Angst vor Lebendigkeit, Gefühl und sachliche Erörterung lassen Zusammenhänge erkennen und Verständnis der Lage erkennen

Erörterung, Verständnis, Lage begreifen – Wunsch danach und Realisierung
Viel Verbales, gründliche Besprechung

Angst:
vor weiterer Gefühlsöffnung: Gleichgültigkeits- und Mittelmaß-Stimme obsiegen zunächst,

Angst, Entsetzen vor Frauen

Angst, Nasti zu enttäuschen, bei ihr Urschmerz auszulösen wegen

Trennung

Ich fühle die Angst nicht wirklich, bemerke sie nur, weiß nur um sie,

Gefühle allgemein (Traurigkeit) ohne Wissen, nur Bauch

Ich hätte es vermutet, aber wir kommen bis zum Ende nicht auf den Grund und Inhalt der Angst zurück, nur auf das Nicht-Wissen und die Entfremdung. Diese sind Resultat eines Abschneidens von mir selbst, einer Verdrängung meiner selbst in Folge von Lieblosigkeit. Der extreme Liebesmangel (oder Mangel an Gutem, das es für mich nicht gibt) führt zur

Angst vor der Öffnung und vor jeder Veränderung. Die starke böse Stimme hindert/schützt mich daran/davor

Nur diffuse Angst, lasse Angst nicht zu – Angst vor der Angst (vor der, die dann näher an der Katastrophe ist)

Zusammenhang Angst – Entfremdung:

Meine Angst ist so groß wie meine Entfremdung, lebendig wäre ich nicht entfremdet. Die Entfremdung kommt nur von der Angst vor der Lebendigkeit

Verdrängung und zum Begnügen mit dem Mittelmaß, Verzicht, Resignation: „Okay, du kannst ja traurig sein, dann heulst du eben ein bisschen vor dich hin, aber vertiefe das nicht mehr, berühre das jetzt nicht mehr!“ Übermaß an Traurigkeit und Angst, too much, deswegen Unwissen (Verdrängung)

Plan, Ungarn:
Sehnsucht Heimweh nach Deutschland

Will wissen:
Will Gefühle verstehen, mit Wissen in Zusammenhang bringen. Was sind die Anteile von Aktuellem und Vergangenem an der Traurigkeit? Mangelnde Steuerung und Unwissenheit in der Gegenwart (Lebensplan) – deswegen auch lange Endbesprechung und Erörterung

Freunde:
helfen mir, ersetzen quasi mein eigenes Wissen

Kümmern der Freunde um mich – analog zu meinem Kümmern um Nasti. Sie wissen mehr von mir – ich will auch dieses Wissen haben

Die Freunde wissen mehr als ich über meine Situation, meinen Lebensplan, mein Scheitern, mein Verloren-sein und meine Wahrheit, meine echten Gefühle. Das wollen sie mir geben (Urschmerz)

freundliche Fremdsteuerung/Heteronomie, aber durch Urschmerz wandelt sich diese ein bißchen in Autonomie

Böse Stimme:

erscheint: Ich will gar nicht, dass jemand mir gut tut! Zweimal mit Gedanken des Gutgehens konfrontiert und entrüstet zurückgewiesen (Helke und Einar, Take care!): Wer bin ich denn, dass ich das verdient hätte, dass jemand mir Gutes tut oder überhaupt mir Gutes getan wird? Das gibt’s gar nicht, sowas darf’s gar nicht geben! Das darf’s nicht geben, ‚gut tun‘!

Böse, fremde Stimme vereinigt sich mit „eigener“ Stimme, wird verinnerlicht.

Leben ist Luxus und Arroganz

Rebellion gegen böse Stimme:
verzweifelte Wut dagegen und gleichzeitig Resignation vor dem Überwältigenden der Stimme

Wut, Aggression gegen Entfremdung, Selbstbehauptungs- oder Wiederaneignungs-Wille

Kurze Janov-Kritik Einar

Echtheit der Gefühle – Bestätigung durch Ronald

Bin beim Erfassen erstaunt, daß das Nicht-Dasein noch so eine große Rolle spielt. Hätte gedacht, daß das zu dieser Zeit schon weitestgehend unterwunden ist – aber nein!
Ich habe die Sitzung an meinem Geburtstag 27.1.26 erfaßt. Passend dazu kam es beim Kaffeetrinken zu einem Gespräch, von dem ich einen Teil aufgenommen habe, den ich in „Audios“ tue. Leider habe ich einen anderen Teil nicht aufgenommen, wo meine Mutter ganz erleichtert sagt, daß sie mich über Nacht abgeben konnte und ihre Ruhe hatte, auch, daß die Kinder sowieso sofort den Müttern weggenommen und in einen anderen Saal verbracht wurden. Dann habe ich in einer weiteren Aufnahme versucht, ihr diese Aussage noch einmal zu entlocken, aber dann kam nicht diese typische harte Aussage noch einmal.

Inhalt:
„Gut gehen“ – es darf mir nicht gut gehen, Verbot des Gut-gehens. Ich will nicht einmal, daß es mir gut geht – es darf mir nicht gut gehen! Es kann mir nicht gut gehen, es kommt gar nicht in Frage, daß es mir gut gehen könnte – also reagiere ich sofort allergisch, wenn davon die Rede ist. Ähnelt dem „take care“ von Einar in der Sitzung davor.  

Geeignet für:
Freunde, Bedeutung der Freunde, Tiefen-Hilfe, freundliche Heteronomie

Erörterung, Erkenntnis von Zusammenhängen, Verstehen

Angst ohne Gefühl, Angst vor der Angst
Gefühle ohne Wissen – Erringung des Wissens durch Gefühle,

böse Stimme

Plan, Ungarn
Verbot, daß es mir gut gehen darf (Gut-gehen-Verbot)

Nur Kapitel:

1. NICHT-WISSEN MIT TRAURIGKEIT

2. SPRECHEN ÜBER UNGEFÜHLTE, SCHRECKLICH-BEDROHLICHE ANGST

3. ABSTAND ZU MIR SELBST, ENTFREMDUNG

4. VOR-URSCHMERZ ÜBER FREUNDE-BESUCH

5. URSCHMERZ. KEINE LIEBE ALS GRUND DES NICHT-WISSENS

6. LANGE ENDBESPRECHUNG, LANGE SACHLICHE ERÖRTERUNG – MIT RÜCKFÄLLEN IN GEFÜHLE

Kapitel und Abschnitte:

1. NICHT-WISSEN MIT TRAURIGKEIT

5.51 Grund des Anrufs (siehe 27.15)

6.13 Schon wieder und wieder einmal keine Notizen auf Zettel gemacht!

6.31 Dauerthema Nicht-Wissen

8.01 Sitzung ja oder nein? (Siehe letzte Sitzung)

8.25 Nur Gefühl Traurigkeit – Mißtrauen, Unsicherheit, Nicht-Wissen

9.00 Verstehen: Nicht-Wissen logisch (Gedanke blieb wohl unausgesprochen)

Traurig über ein bißchen Eigner, Fortschritt, …

9.49 … aber Eigner ist zu klein: autonomie-unfähig, keine Eigensteuerung

10.46 Ich nehme Sitzungen, um das Nicht-Wissen zu vertreiben und die Gefühle als Wissensgeneratoren einzusetzen

11.11 Gleichgültigkeit, halbe Sache, Begnügen mit Mittelmäßigkeit

11.33 Grund für Sitzung: Milchglas, Nicht-Dasein – (Vor-Urschmerz)

12.39 Störgeräusch

12.57 Weiter Nicht-Dasein

2. SPRECHEN ÜBER UNGEFÜHLTE, SCHRECKLICH-BEDROHLICHE ANGST

14.10 (Vor-Urschmerz) wegen Gleichgültigkeit und Resignation wegen Angst vor dem Leben. Begnügen mit Mittelmaß

(Vor-Urschmerz) wegen riesiger Angst

15.24 Riesige Angst vor dem, was herauskommen könnte

16.11 Gleichgültigkeit aus Angst

16.20 Kleine Eigner-Stimme hält dagegen – ist aber zu schwach gegen die starke Angst-, Gleichgültigkeits- und Mittelmaß-Stimme: Nichts berühren!

17.05 Nich-Wissen Grund für Angst außer Angst vor Frauen

17.40 Nur bei Möglichkeit einer Nähe zu einer Frau packt mich die Riesenangst, Entsetzen. Keine Hoffnung, nur Gewöhnung an Angst

18.27 Andere Angst: Angst, Nasti zu enttäuschen oder endgültig diese Trennung zu vollziehen oder einen großen Schmerz bei ihr auszulösen

19.19 Alle Ängste bewirken Rückzug, Inaktivität und Gleichgültigkeit

20.28 Ich fühle die Angst nicht wirklich, bemerke sie nur, weiß nur um sie

3. ABSTAND ZU MIR SELBST, ENTFREMDUNG

21.00 Ich habe zweifelsfrei echte und eigene Gefühle, aber ich weiß nicht, warum ich diese Gefühle habe, bringe sie mit keinem Wissen in Verbindung

4. VOR-URSCHMERZ ÜBER FREUNDE-BESUCH

22.09 Etwas Wissen: Traurigkeit (Vor-Urschmerz) über Freundesbesuch

Freunde wollen mir helfen und Abstand von mir zu mir selber verkürzen

24.34 Sehnsucht und Heimweh, heule vor Freunden

25.42 Emo-Diphtong: Freude und Schmerz darüber, daß ich Gefühle zeigen kann

26.16 (Vor-Urschmerz) über Abschied von Freunden

27.15 Grund des Anrufs: Will Gefühl mit Wissen in Verbindung bringen – auch, um Aktuelles und Vergangenes voneinander zu trennen und Steuerung in der Gegenwart zu haben (Lebensplan)

27.58 Die Freunde wissen mehr von mir als ich und wollen es mir geben

28.57 Die Hilfe der Freunde ist nicht nur handwerklich, sondern kommt aus einem Mitgefühl. Handwerk ein Symbol für etwas mir grundsätzlich Fehlendes

32.01 Exkurs Störgeräusch Atmen Ronald

5. URSCHMERZ. KEINE LIEBE ALS GRUND DES NICHT-WISSENS

32.15 Zu großer Schmerz, drohender Urschmerz, Befürchtung des Zerreißens

Ich gehe dem Gefühl nach: Liebe und Wärme und Orientierungshilfe der Freunde: Urschmerz. Ich kann mich ohne Liebe gar nicht selbst wahrnehmen (Ich bin nicht da ohne Liebe)

34.03 Grund der Entfremdung: keine Liebe. Dadurch Gefühlsverdrängung – Totales Nicht-Wissen und Orientierungslosigkeit

35.27 Freunde wollen meine Wissens-Leere auffüllen

6. LANGE ENDBESPRECHUNG, LANGE SACHLICHE ERÖRTERUNG – MIT RÜCKFÄLLEN IN GEFÜHLE

37.04 Will zum Ende kommen – alles ist erst mal gesagt

Die Bedeutung von Freunden: als Selbst-Ersatz, als freundliche Fremdsteuerung/Heteronomie

Die Freunde wollen mir das geben (was ich noch nie gehabt habe)

39.23 Die böse Stimme erscheint: Ich will gar nicht, dass jemand mir gut tut! Dass jemand mir Gutes tut, gibt es gar nicht!

Ronald: Laß dich nicht von dem abhalten, was dir guttut! (Fehler? Nicht die böse Stimme sprechen lassen? – Aber ich lasse sie sofort sprechen, aber sie ist sowieso stärker, man kann sich von ihr gar nicht „abhalten lassen“)

41.25 Weiter böse Stimme: für dich gibt es nichts Gutes!

Böse, fremde Stimme vereinigt sich mit „eigener“ Stimme, wird verinnerlicht: Ich will das nicht (daß es mir gut geht); das Gute ist mir fremd

Zweimal mit dem Gedanken des Gutgehens konfrontiert und diesen entrüstet zurückgewiesen (Helke und Einar)

Janov-Kritik: meine Reaktion auf Einar konnte nicht stattfinden

Zusammenhang mit Freunden und böser Stimme: Die Freunde geben mir die Liebe, die mir nie jemand im Leben gegeben hat

44.40 Der extreme Liebesmangel (oder Mangel an Gutem, das es für mich nicht gibt) führt zur Verdrängung und zum Begnügen mit dem Mittelmaß, Verzicht, Resignation: Laß alles beim Alten, ändere nichts, schreibe keine Zettel usw.!

45.00 Angst vor der Öffnung und vor jeder Veränderung. Die starke böse Stimme hindert/schützt mich daran/davor

56.34 Ich korrigiere Ronald. Für ihn hängt die Angst mit der Waschmaschine zusammen, während sie bei mir erst einmal nur sagt: „Berühre das nicht, vertiefe das nichts mehr! Laß es beim Mittelmaß!“ Er hat recht, aber ich sehe und ahne die Waschmaschine jetzt noch gar nicht. Die würde bestimmt/vielleicht dann auftreten, wenn ich die Angst vor der Öffnung schon abgebaut habe. Aber soweit bin ich hier noch nicht – ich sehe den Zusammenhang noch nicht

Angst vor etwas Monströsem und daß das herauskommen, daß ich das entdecken könnte (das wäre dann die Waschmaschine o.drgl., aber das sehe ich hier nicht)

47.13 Das, was herauskommen könnte, könnte auch mit jener „Arroganz“ (und der daraus folgenden Vereinsamung) und anderen Dingen zu tun haben (ich könnte als Arroganter auch alles durcheinanderbringen – auch eine Art Waschmaschine), aber …

47.58 … jetzt ist meine Angst total diffus: vor irgendetwas Monströsem, Abstraktem – Angst vor der Angst

Ich spreche jetzt selbst von der Waschmaschine, vor der ich tierische Angst habe (Also hatte Ronald doch recht – aber ich konnte das nicht sehen, weil ich noch Angst vor der Angst habe. Ich lasse gar nicht die Vorstellung von dem zu, das mir solche Angst macht.)

Ronald: Konkretisiere die Angst, sprich sie aus!

Ronald: Traurigkeit ist echt, laß auch diese zu!

50.18 Aber auch die Traurigkeit ist bei mir oft abstrakt. – Zurück zur Problematik, daß ich nicht weiß, warum ich traurig bin: der Abstand zu mir selbst

50.47 Das Maß der Traurigkeit ist identisch mit dem Maß an Nicht-Wissen: je trauriger, desto weniger wissend, desto mehr entfremdet

Ronald: Laß die Traurigkeit auch ohne Grund zu – und du wirst Bewußtsein erlangen, die Gründe erfahren und die Entfremdung verringern, …

51.49 … aber ich darf nichts gegen die Entfremdung haben. Ich darf das Mittelmaß genießen und mich damit begnügen, durchaus auch genießen – aber nichts vertiefen und versuchen, mein Ziel des Eigners zu erreichen

52.40 Ronald kommt auf die Angst vor Frauen vom Anfang (Bedienung in Restaurant) zurück

52.57 Angst ist so groß, daß ich nicht einmal Ronalds Vorschlag annehmen kann

Meine Angst ist so groß wie meine Entfremdung, lebendig wäre ich nicht entfremdet

Lebendigkeit kommt gar nicht in Frage, ist tabuisiert

54.31 Frustration über Lebensverbot

55.12 Böse Stimme: Leben ist Luxus, Luxus ist nicht angebracht, Luxus scheidet sowieso von Anfang an aus als Arroganz

Dazu kommt meine Angst

Ronald: Angst ist Kern meines Problems

56.18 Sachliche Erörterung des Grundproblems Angst

56.56 Die Entfremdung kommt nur von der Angst vor der Lebendigkeit

57.41 Traurigkeit bei Vorstellung, daß mir jemand die Angst nimmt, den Abstand zum mir selbst und dem Leben überbrückt und ausfüllt

59.26 Bild/Symbol von Graben vorm Haus: Graben ist Abstand zum Leben, Entfremdung; Freund füllt ihn mit Erde aus – überbrückt helfend den Abstand zum Leben

1.00.30 Komme zum Ende. Habe die Dinge durch sachliche Erörterung ein bißchen verstanden und die Zusammenhänge hergestellt

1.01.00 Ronald spricht von der Audioaufnahme der Sitzung

1.01.28 Der Abgrund der Angst entmutigt mich, mich mit ihr zu beschäftigen. Jede produktive Auseinandersetzung mit der Angst (z.B. Ronalds Vorschläge) wird schon von vornherein verhindert (böse Stimme der Mutter)

1.02.20 Ich habe die böse Stimme verinnerlicht. Wut dagegen

Die verinnerlichte Stimme („Luxus!“) und die Angst vor der Waschmaschine – beide halten mich in Schach und in der Starre. Selbst wenn ich den Mut hätte, der bösen Stimme zu widersprechen, würde ich wegen meiner eigenen Angst unbeweglich bleiben

1.03.40 Ronalds Schlußwort: Ermutigung