Präliminarium zum Video-Gespräch „Pan-Agnostik und Selbstregulierung“


Ein Gespräch zwischen einem linksradikalen Ultrakonservativen und einem linksoffenen Konservativen

Worin besteht die Verbindung von Pan-Agnostik und der Selbstregulierung bzw. der Autonomie-Heteronomie-Frage? Pan-Agnostik besteht aus dem Unwissen und der Gleichgültigkeit gegenüber allen letzten Fragen der Metaphysik. Das Metaphysische aber ist – nicht nur als Religion oder Philosophie, sondern auch als Wissenschaft 2.0 – gleichzustellen mit der Heteronomie, denn alle aus der Metaphysik abgeleiteten Regeln und Gesetze (Nomien) werden für das individuelle und kollektive Leben geltend gemacht.  

Im Gespräch geht es um das Verhältnis von sowohl Autonomie und Heteronomie als auch von Autonomismus (Ultrakonservatismus) und Heteronomismus (Konservatismus). Der linksradikale Ultrakonservative und der linksoffene Konservative haben zwei verschiedene Begriffsbestimmungen von „Autonomie“ („Selbstregulierung“ versus „Selbständigkeit“). Selbstregulierung heißt, aus seinem eigenen Inneren gesteuert zu werden; Heteronomie heißt, aus dem Äußeren, dem Fremden gesteuert zu werden. In dem Umstand, daß ein Selbstregulierter auch ein selbständigerer Zeitgenosse ist, finden die zwei verschiedenen Begriffsbestimmungen ihre Vereinheitlichung. 

Da das Metaphysische identisch ist mit dem Heteronomen, kann aufgrund auch der Gleichgültigkeit gegenüber den aus der Metaphysik abgeleiteten Gesetze und deren Nichtbefolgung nur die Autonomie bzw. die Selbstregulierung übrig bleiben.

Die Verbindung von Pan-Agnostik und Autonomie und die zwei verschiedenen Begriffsbestimmungen von Autonomie werden im Gespräch nur nach und nach und punktuell herausgestellt; deswegen seien sie hier schon einmal vorausgeschickt.

Exzerpte aus „Pan-Agnostik“, die Themen dieses Gespräches betreffen.
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